Bei der Montage der Sitze einer neuen, in Großbritannien
hergestellten, kompakten Familienlimousine werden die Kartennetze an
der Sitzrückseite und die Teppichverkleidung gleichzeitig montiert.
Auch diese Anwendung macht sich nun die kostengünstige und schnelle
Technologie des Heißluftnietens zunutze.
PHASA Developments hat kürzlich einen Auftrag über
maßgeschneiderte Anlagen und Werkzeuge erhalten, weicher die automatische
Werkstückerkennung und ein neues, invertiertes Montageverfahrens
einschließen.
Anders als bei den meisten Verfahren werden hier die Werkstücke
mit der bereits endbearbeiteten Fläche nach oben in die Maschine
eingespannt. Nach Aktivierung des automatisierten Arbeitsgangs
werden die Polypropylen-Zapfen des Kartennetzes und die
Rückseite des Sitzes von unterhalb des Werkstückbereichs durch
präzise kontrollierte Luftdüsen auf bis zu 400 ºC erhitzt. Wenn die
Verbindungsteile ihren plastischen Zustand erreichen, werden die
Teile durch speziell entwickelte Formwerkzeuge zusammengepresst,
bevor die Zapfen zu Nietköpfen umgeformt, gekühlt und dauerhaft
verfestigt werden. So werden kostengünstige und dauerhafte
Verbindungen ohne die Notwendigkeit von weiteren Klemmen oder
Gewindeelemente erstellt. Mithilfe dieser Anlagen können Lücken
zwischen den einzelnen Bauteilen vermieden und vibrations- und
manipulationssichere Baugruppen hergestellt werden, ohne eine
Beschädigung der bereits endbearbeiteten Flächen zu riskieren.
Neun 7 mm-Hohlzapfen werden zur Befestigung des Kartennetzes
benötigt und drei 6 mm-Hohlzapfen zur Befestigung der
Teppichverkleidung - und das alles erfolgt in einem einzigen
Arbeitsgang von nur 20 Sekunden.
-ENDE-